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Bubendorfer polarisiert

Polarisiert hat Thomas Bubendorfer die Fachwelt aber schon sehr früh nicht nur mit seinen sämtliche Normen sprengenden Leistungen als noch dazu extrem junger Alleinkletterer, sondern auch durch seine Herkunft und seinen Lebensstil. Diese wollten so gar nicht zum herkömmlichen Bild eines Bergsteigers passen. Er stammt aus einer gutbürgerlichen Familie, in der es keinen einzigen Bergsteiger gab. Er ging in England ins Internat. Er spricht vier Sprachen. Bis auf Reinhold Messner schrieb er mehr Bücher als alle anderen (noch dazu schrieb er sie selbst). Er zog mit 23 Jahren nach Monaco, wo er bis heute lebt. Neben den Bergen ist Wasser sein wichtigstes Element (viele Extrembergsteiger können nicht schwimmen!). Er heiratete mit 25 eine um 20 Jahre ältere Frau, kletterte bei den Salzburger Festspielen für karitative Zwecke vor laufenden Kameras im Smoking, ging zum Wiener Opernball. Er war Model für Versace. All das entzückte die Presse, die ihn zum „schnellsten Alleingänger der Welt“ hochstilisierte. Führende Journalisten in Österreich kürten ihn in den Achtziger Jahren in „Basta“ zum männlichen Sexsymbol der Alpenrepublik. Zeitschriften wie BUNTE und Stern, GQ ,Forbes und Penthouse und sogar die BILD Zeitung, in Italien Sette, Oggi, Amica und andere brachten große Reportagen über ihn. Schon früh hatte er Sponsoren wie Mercedes, Siemens und Leica und war Testimonial in Werbespots. Es wurden mehr als ein Dutzend Fernsehdokumentationen über ihn und seine Besteigungen produziert und er war Gast in den größten Talkshows im deutschsprachigen Raum.

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