biography

„Credo: Wir dürfen nicht stehenbleiben“

Thomas Bubendorfer hat das Extrembergsteigen mit seinen seilfreien Alleingängen in den höchsten und schwierigsten Wänden der Alpen revolutioniert. Er war damals 20. Seinen kompromisslosen Alleingangsstil hat er später auch in den Anden, in Alaska und im Himalaja praktiziert. Viele seiner Besteigungen bleiben bis heute einzigartig. Außergewöhnlich in seiner Geschichte ist auch, dass er das Bergsteigen mit 12 Jahren von selbst entdeckt hat. Es gab keine Bergsteiger in seiner Familie.

Bergsteigen bleibt auch nach vier Jahrzehnten das zentrale Thema in seinem Leben, aber es war nie das einzige Thema. Beeinflusst durch seinen Großvater und eine humanistische Erziehung hat er schon als extrem leistungsorientierter Jugendlicher einen ganzheitlichen Zugang zum Leben gesucht. Sehr geprägt hat ihn der Aufenthalt in einem englischen Privatinternat. Geistige Ergänzung zu seinen extremen Bergsportlichen Aktivitäten hat er in der Literatur, in der Philosophie, in Fremdsprachen und im Leben im Ausland (England, Italien und Monaco) gefunden. Bücher sind ihm fast so wichtig wie die Berge, und er hat selbst bisher sieben geschrieben, das erste mit 22.

Sein Credo ist, dass der Mensch ein Leben lang daran arbeiten muss, seine individuellen Potentiale zu entfalten. „Wir dürfen nicht stehenbleiben“, sagt er, „nie aufhören, das zu finden, was wir noch nicht kennen, uns dorthin zu bewegen, wo wir noch nicht waren“. Die entscheidende Energiequelle für diese innere und äußere Bewegung sieht er in der Freude am selbst gewählten Tun, in der Freude an den großen wie den kleinen Dingen, in der Freude an, aber auch in der Dankbarkeit für, das Leben. „Nichts trägt einen so weit hinauf wie die Freude“, ist er überzeugt, und „es ist die Kraft, die aus der Freude kommt, die uns bei Rückschlägen und in Krisen beim Weitermachen hilft“.

So ist Leistung in der heutigen Zeit für ihn nicht vorrangiges Ziel sondern das Ergebnis von Freude und erlebtem Sinn. Unserer von Erfolg und Zahlen getriebenen Welt setzt er seine „intelligente Leistung“ entgegen, die den Mensch nicht ausbrennt sondern erfüllt und ihn frei macht vom „Ankommen müssen“. Seine Erfahrungen dazu hat er in seinen Büchern beschrieben und sie in mehr als 900 Vorträgen und Seminaren mit Führungskräften auf der ganzen Welt geteilt.

Thomas Bubendorfer hat drei Kinder und lebt seit 1985 in Monaco.

„Die Berge haben aus Bubendorfer längst einen Philosophen gemacht.“
Der Wiener
„Bubendorfer’s life is full of wisdom and philosophy.“
China Daily
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