Extrem1

„Senkrecht gegen die Zeit“, Thomas Bubendorfers wichtigstes und sein Lieblingsbuch erschien nach einer literarischen Schaffenspause von acht Jahren 1995 im HERBIG VERLAG, München. Diese acht Jahre hatten Thomas Bubendorfers Leben durch seinen schweren „Arbeitsunfall“ bei Werbeaufnahmen besonders stark geprägt. Er hatte seine „Unschuld“ verloren und seine Sterblichkeit und Fehlbarkeit erfahren.

Mit bleibenden Verletzungen, wie einem steifen Sprunggelenk, jemals wieder Extrembergsteigen zu können, geschweige denn schwierigste Wände in seinem besonderen Stil, dem seilfreien Alleingang schaffen zu können, erschien lange Zeit unmöglich. Daß und wie er es geschafft hat, darum geht es in „Senkrecht gegen die Zeit“ in drei großen Kapiteln, die Abstieg, Katharsis und Aufstieg symbolisieren.

Bubendorfer behandelt sich selbst darin in der dritten Person (bis auf die letzte Seite), weil ihm das Ich zu nahe ist, weil ihm Er, der zerschmettert nach dem Absturz, monatelang im Spital liegt und auf Krücken geht, der in der Folge zwei Mal (erstmals!) am Berg scheitert und später doch seine schwierigsten Alleingänge schafft, einerseits zu fern ist und andererseits auch zu fremd, als daß er Ihn in der ersten Person hätte beschreiben können. Außerdem erscheint ihm, Thomas Bu- bendorfer, sein Auf- und Absteigen als nichts Ungewöhnliches, sondern ist im Gegenteil ein dem menschlichen Leben zugrunde liegendes Prinzip

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